Die Regionalverbandskonferenz von HotellerieSuisse, bestehend aus der Verbandsleitung sowie den Präsidentinnen und Präsidenten der Regionalverbände, hat die Nein-Parole zur «Ernährungsinitiative» gefasst. Aus Sicht von HotellerieSuisse würde die Initiative zentrale Grundlagen der Branche schwächen: Vielfalt, Planungssicherheit und bezahlbare Beschaffung.
«Die Beherbergung braucht Rahmenbedingungen, die nachhaltige Entwicklung ermöglichen, statt sie durch starre Vorgaben zu erschweren. Unsere Betriebe brauchen Vielfalt, Planungssicherheit und tragbare Beschaffungskosten», sagt Christian Hürlimann, Direktor von HotellerieSuisse.
Nachhaltigkeit ja, starre Vorgaben nein
Die Schweizer Beherbergung ist weit über die Landesgrenzen hinaus für ihr kulinarisches Angebot bekannt. Viele Betriebe setzen bereits heute auf nachhaltige Gastronomiekonzepte, regionale Produkte und einen bewussten Umgang mit Ressourcen. Diese Entwicklung unterstützt HotellerieSuisse ausdrücklich. Die «Ernährungsinitiative» geht aus Sicht des Verbandes jedoch den falschen Weg, weil sie einen tiefgreifenden Umbau der Schweizer Lebensmittelproduktion politisch erzwingen will.
Kulinarische Vielfalt der Schweiz nicht gefährden
Die Beherbergungsbranche lebt von kulinarischer Vielfalt, regionalen Spezialitäten und innovativen Gastronomiekonzepten. Eine politisch erzwungene Verschiebung von Produktion und Konsum in Richtung pflanzlicher Lebensmittel könnte dieses Angebot einschränken und insbesondere Fleisch-, Milch-, Käse- und Eierspezialitäten verteuern oder verknappen.
Höhere Kosten würden Betriebe direkt treffen
Höhere Lebensmittelpreise würden die Gastronomie in der Beherbergung unmittelbar treffen. Viele Betriebe stehen bereits unter erheblichem Kostendruck, während Preiserhöhungen gegenüber den Gästen nur begrenzt durchsetzbar sind. Die Initiative würde damit alle Betriebe belasten, auch jene, die Nachhaltigkeit bereits bewusst in ihren Konzepten verankern.
HotellerieSuisse ist Teil der Allianz gegen die Ernährungsinitiative
Aufgrund der möglichen weitreichenden Folgen für die Beherbergung ist HotellerieSuisse Teil der Allianz gegen die Ernährungsinitiative. In der Allianz engagieren sich Organisationen aus Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft, Gastronomie, Detailhandel und Gewerbe gemeinsam gegen die Vorlage. Sie teilen die Einschätzung, dass die Initiative zu höheren Lebensmittelpreisen, mehr Vorgaben und Einschränkungen bei der Angebots- und Konsumfreiheit führen würde.
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